Das Übliche: Stadtbild im August

veröffentlicht von Redaktion

Wahlkampf also: Es darf plakatiert werden. An den Laternenpfählen sammelt sich Parteiwerbung. Die „Aktivisten“ mit den besonders langen Leitern sorgen derzeit dafür, dass das Gubener Stadtbild – wie andernorts auch – von NPD-Plakaten geprägt ist.

Guben, NPD-Plakat: Wie es ist, wenn die NPD sich "wehrt", war zuletzt in Eisenhüttenstadt zu erleben.

Wie es ist, wenn die NPD sich “wehrt”, war zuletzt in Eisenhüttenstadt zu erleben.

Daneben: The same procedure as every year. In der Lausitzer Rundschau heißt es: „Mit Kreide sind in der Nacht zum Freitag [16.8.] Unbekannte durch das Gubener Stadtgebiet gezogen und haben Graffiti an Häuserwände geschmiert. Wie die Polizei berichtet, wurden in der Klaus-Hermann- und in der Friedrich-Schiller-Straße auf Gehwege Schriftzüge mit Kreide aufgebracht. Auf einem Schulgelände in der Akazienstraße wurden mit Kreide Türen, Wände und Gehwege beschmiert. Die Polizei ermittelt.“

Kreidezeichnungen (!) in der Obersprucke zum Thema einer Polizeimeldung machen und dann über den Hintergrund schweigen – das hatten wir ja schon im Mai. Und wie zum 8. Mai fehlt auch jetzt, dass da noch mehr war. Parallel zu den Kreidezeichnungen wurden in Guben in durchaus wahrnehmbarem Ausmaß Rudolf-Hess-Plakate geklebt. Es war nämlich wie jedes Jahr Mitte August Neonazi-Aktionswoche, weil dem Hitler-Stellvertreter Hess am 17. August 1987 im Militärgefängnis Spandau sein Suizid gelang. Das Datum nehmen NS-Fans zum Anlass für jede Menge Verschwörungstheorien, Umdeutungen der Rolle eines führenden nationalsozialistischen Politikers und pathetisches Jammern.

Wir hören derweil etwas Musik.

 

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